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SoVD Burgdorf

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Dezember - Infonachmittag mit Jahresrückblick

Beim Infonachmittag im Dezember ließen die Besucher das Jahr 2017 nochmals Revue passieren. Zahlreiche Bilder von den Veranstaltungen und Reisen aus diesem Jahr hat unser Fotoreporter G.-W. Lewandrowski geschossen. Eine Auswahl davon wurde gezeigt und lebhaft kommentiert. Weiter gab es Mitteilungen des Vorstandes und einen regen Austausch zwischen den Mitgliedern zum Jahresschluss.

Das Team des DRK Herbstfreuden macht über Weihnachten Urlaub, so dass der Infonachmittag im Januar ausfällt.

Wir wünschen allen Besuchern unserer Internetseite ein frohes Weihnachtsfest und einen guten „Rutsch“, bleiben Sie gesund.

… und sollten Sie im neuen Jahr Probleme z. B. mit Behörden, der Renten- oder Krankenkasse bekommen – der SoVD hilft Ihnen in vielen Bereichen. Nützlich ist eine telefonische Terminabsprache mit unserem Beratungsbüro (05136-5659) – Sie vermeiden dann Wartezeiten.

Sie sind nicht mobil und können das Beratungsbüro nicht aufsuchen? Kein Problem, vielfach kann eine Beratung auch am Telefon erfolgen, oder Sie entsenden eine vertraute Person mit einer Vollmacht als Vertretung zu uns.

Alkohol ist Thema beim SoVD – Infotag im November 2017

Fünf Mitglieder der Selbsthilfegruppe des Blauen Kreuzes informierten im November über die Suchtgefahr im Umgang mit Alkohol und deren Auswirkung auf Betroffene und Angehörige.  mehr...

Feuerwehr Burgdorf berät über Brandgefahren

Beim Infonachmittag im Oktober war der Sprecher der Feuerwehr Christian July zu Gast. In einem kurzweiligen Vortrag informierte er über Aufgaben der Feuerwehr und stellte dann einen Bezug zu vorbeugende Maßnahmen her. Weitere Info hier.

Verteidigung mit einfachen Mitteln für ältere Menschen in Burgwedel

In Burgwedel führte der Ortsverband für seine dortigen Mitglieder - wie bereits in Burgdorf – einen Vortrag zur „Verteidigung mit einfachen Mitteln“ durch. Dieses Mal war eine Reporterin der HAZ anwesend, so dass hier einmal eine professionelle Sichtweise unseres Infotages entstanden ist. Hier der Link zu Ihrem Bericht: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Burgwedel/Nachrichten/Senioren-absolvieren-einen-Kurzkurs-in-Selbstverteidigung

Polizeikommissar Jörg Windfuhr zu Gast beim SoVD

Am Infonachmittag im September war der Polizeikommissar und Kontaktbeamte der Stadt Burgdorf, Jörg Windfuhr, zu Gast beim SoVD. Nach seiner Vorstellung gab Hr. Windfuhr zuerst Tipps zu aktuellen Vorkommnissen. Mehr

OV Burgdorf mit Infostand auf Selbsthilfetag und verkaufsoffenen Sonntag

Der Ortsverband nutzte die Gelegenheit sich auf dem Selbsthilfetag am 26.08.2017 auf dem Spittaplatz zu präsentieren. Außerdem war der OV am verkaufsoffenen Sonntag vor dem Kreisbüro Wilhelmstraße präsent.

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Behindertengerechte Fahrt nach Frammersbach am Spessart

Unsere Reisen sollen der Vereinsamung im Alter entgegenwirken und den Zusammenhalt  stärken. Besonders bei mehrtägigen Fahrten achten wir auf Unterkunft in einem Hotel mit ausreichend behindertengerechten Zimmern und auf einen angemessenen günstigen Komplettpreis. Diese uns selbst gestellten Maxime haben wir auch auf der diesjährigen Mehrtagesfahrt nach Frammersbach im Spessart eingehalten.

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Thema am Infotag im Juni: Verteidigung mit einfachen Mitteln für ältere Menschen

Stark besucht war der Infonachmittag im Juni beim SoVD Ortsverband Burgdorf. Dozenten waren an diesem Nachmittag die jungen aktiven Herren N. Witzig u. J. Vogel vom Samurai-Club. Sie zeigten uns, wie man mit einfachen Mitteln eine Bedrohung abwenden oder abwehren kann. Ihre Tipps unterteilen sie in mehrere Stufen:

Prävention: Führen Sie grundsätzlich eine gefährliche Situation nicht selbst leichtfertig herbei. Ungesicherte Handtaschen offen im Korb des Rollators oder das Portemonnaie sichtbar oben im Einkaufswagen bzw. der Einkaufstasche locken Diebe an und führen sehr oft leicht zu kritischen Situationen. Denken Sie bitte daran, dass Ihre Jacke / Mantel auch Innentaschen / Reißverschluss hat. Die Geldbörse ist dort sicher und doch für Sie schnell griffbereit. Ein sicheres Auftreten in aufrechter Haltung signalisiert ihrem Gegenüber „hier steht kein Opfer“ und dieses wirkt oft schon abschreckend. Ein Dieb ist auf leichte Beute aus.

Bemerkbar machen: Fühlen Sie sich bedroht, machen Sie z. B. durch einen lauten Schrei auf sich aufmerksam. Gehen Sie auf andere Menschen zu. Lassen Sie sich auf keinen Fall in eine Ecke drängen.

Verteidigung: Im Notfall machen Sie sich gegenüber anderen Menschen durch lautes Schreien oder Rufen bemerkbar. Angriffe können mit Regenschirm oder Handstock (oft auch am Rollator) abgewehrt und dann sofort als Schlagwaffe benutzt werden. Überraschende Gegenwehr vertreibt oft den Angreifer, der es auf leichte Beute abgesehen hat. Werden Sie vom Gegner gepackt, können Sie sich wehren, in dem Sie mit Schlüssel, Kugelschreiber o. ä. schmerzhaften Druck auf die Handrücken zwischen den Fingerknochen ausüben. Notfalls kann auch mit Finger, Hand oder Fuß dem Gegner Schmerzen zugefügt werden. Hierfür eignen sich Kopf, Schlüsselbeinregion, Hals, Genitalien oder Schienenbein. Einzelne Schritte wurden gezeigt. Einige Abwehrtechniken geübt. Abschließend wurden noch Fragen gestellt und kompetent beantwortet.

Dieser Infotag war für alle der zahlreich erschienenen Mitglieder und Besucher ein Gewinn. Die Übungen waren lehrreich und machten viel Spaß. Jeder der Teilnehmer am Infotag hat von den Ausführungen und Übungen profitiert und kann künftig kritischen Momenten besser begegnen. Besten Dank dafür den Dozenten.

Tagesfahrt des SoVD Ortsverbands Burgdorf „Spargel satt und Strohmuseum“

Am 08.06.2017 trafen sich 30 Mitglieder und Gäste um gemeinsam zum Spargelhof Thiermann nach Kirchdorf und zum Strohmuseum in Twistringen zu fahren.

Zuerst wurde der Spargelhof Thiermann angefahren. Dort gab es etliche Spargelgerichte vom Buffet. Angefangen mit der Suppe, Salate mit Spargel, Stangenspargel, Rührei, Schnitzel, Schinken, Kartoffel, Butter / Sauce Hollandaise und verschiedene Desserts ließen die Wahl schwer fallen. Am Schluss waren alle, je nach Auswahl, gesättigt.

Weiter ging die Fahrt nach Twistringen zum Strohmuseum. Bereits auf der Fahrt wurde eifrig gerätselt, was es denn dort zu sehen gibt – der Name Strohmuseum war unbekannt und gestattete etliche Interpretationen. Das Rätsel wurde gleich nach dem Eintreffen von ehrenamtlichen Mitarbeitern des Museums bei der Begrüßung gelöst. Das Strohmuseum müsste genauer mit dem sperrigen Begriff „Museum zur Strohverarbeitung“ bezeichnet werden. Gleich danach erfolgte die genaue Erklärung mit einem historischen Rückblick. Ergänzt wurde der Vortrag durch die Präsentation der dazu gehörenden Verarbeitungsmaschinen, die zum Teil noch funktionsfähig sind.

Durch den guten Boden für Getreide wuchs um Twistringen langes Getreide, Roggenhalme wurden bis zu 2 m lang. Bereits um 1700 begann man das Stroh zu nutzen. Bereits um 1830 gab es im Ort 50 Strohhutmacher. Ende des 19. Jahrhunderts begann die Fertigung von Strohhülsen (Malotten) als Transportschutz für Flaschen der Bremer Brauereien und Weinhandlungen. Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Produktion von Strohhalmen für Getränke, die begünstigt durch den erfolgten Bau der Eisenbahnlinie Bremen – Osnabrück zuerst nach Italien und in die Schweiz geliefert wurden. Erst später entwickelte sich dann auch der deutsche Markt für dieses Produkt. Die Strohhalme wurden in Heimarbeit gefertigt. Auch Kinder wurden von den Familien mit eingespannt, um so die finanzielle Lage der überwiegend ärmeren Bevölkerung aufzubessern. Um 1930 waren etwa 2000 Menschen (bei nur 6700 Einwohnern des Ortes) mit der Strohverarbeitung in den drei Produktgruppen beschäftigt.

Parallel zum Aufstieg der Strohverarbeitung im Twistringen entstanden Maschinenbaufirmen, die für die Verarbeitung des Strohs Maschinen entwickelten und so neben der Arbeitserleichterung auch für höhere Effizienz bei der Verarbeitung sorgten. Um 1960 verlangten die auf den Markt drängenden Mähdrescher kürzeres Stroh. Mit den entsprechenden neuen Getreidezüchtungen begann der Niedergang der Strohverarbeitung in Twistringen. Heute sind noch 2 Maschinenhersteller in Twistringen am Markt. Allerdings nutzten Sie in der Umbruchphase ihr Fachwissen für andere Produkte. Produziert werden heute Maschinen für Holzfasern, Hanf, Kokosfasern und Schilf. Der Absatz dieser Maschinen erfolgt weltweit. Produziert werden Dränage Filter, Erosions- und Vegetationsschutzmatten, Maschinen oder Produktionsstraßen für thermisch verfestigte Vliesen.

Im Museum gezeigt werden neben etlichen historischen Maschinen auch von russischen Kriegsgefangenen hergestellte filigrane Schmuckkästchen, geflochten  aus Stroh. Eine Museumsmitarbeiterin nähte für uns einen Strohhut und erklärte uns dabei die Technik. Dieser Hut wurde anschließend unter Hitze einige Minuten gepresst, damit er seine Form behält. 

Vor der Heimfahrt hatten alle Teilnehmen noch Gelegenheit bei Kaffee und Obstkuchen mit den Mitarbeitern des Museums offene Fragen zu klären oder Produkte aus Stroh zu erwerben.

Hausnotruf am Infotag im März 2017

Im März stand der Hausnotruf als Thema im Mittelpunkt des Infonachmittags. Ein Vertreter des DRK stellte uns das Hausnotrufsystem vor. Ein wassergeschützter  Knopf, getragen als Armband oder Halskette wird im Notfall gedrückt. Der Notruf kann bis zu 300m Entfernung vom Zentralgerät ausgelöst  werden. Das Zentralgerät empfängt den Notruf und wählt automatisch die DRK Zentrale an. Dort erscheinen die Daten des Patienten auf einem Bildschirm, gleichzeitig entsteht eine Sprechverbindung in die Wohnung des Rufenden. Jetzt versucht die Zentrale mit dem Patienten zu sprechen, um Einzelheiten zum Notruf zu erfahren. Gelingt die Sprechverbindung, werden sofort die nötigen Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Kommt keine Antwort auf die Frage der Zentrale werden unverzüglich die in einer vorher festgelegten Reihenfolge Angehörige oder Nachbarn informiert. Diese können dann mit einem Zweitschlüssel die Wohnung betreten und nachsehen und dann mit der Zentrale Hilfsmaßnahmen die nötigen Hilfsschritte einleiten. Eine weitere Option ist, einen Schlüssel beim DRK zu deponieren. Allerdings ist dieser Schlüssel in Empelde, von dort wird ein DRK Mitarbeiter kommen und Helfen.

Seit kurzem gibt es auch einen mobilen Notruf für unterwegs. Das System ist ähnlich, aber Bundesweit wirksam. Nach Aktivierung des Notrufes erfolgt der Aufbau einer Sprechverbindung zur Zentrale. Diese wird zugleich per GPS-Ortung über den Standort des Hilfesuchenden informiert.

Es folgte eine ausführliche Diskussion zu diesem Thema. Kritisiert wurde die große Entfernung bis Empelde und damit der Zeitverlust für die Hilfe bei einem beim DRK deponierten Schlüssel.

Hinzuweisen ist noch, dass auch andere Hilfsorganisationen Notrufsysteme anbieten. Ein Preis- / Leistungsvergleich ist im Bedarfsfall angebracht. 

 

Im März stand der Hausnotruf als Thema im Mittelpunkt des Infonachmittags. Ein Vertreter des DRK stellte uns das Hausnotrufsystem vor. Ein wassergeschützter  Knopf, getragen als Armband oder Halskette wird im Notfall gedrückt. Der Notruf kann bis zu 300m Entfernung vom Zentralgerät ausgelöst  werden. Das Zentralgerät empfängt den Notruf und wählt automatisch die DRK Zentrale an. Dort erscheinen die Daten des Patienten auf einem Bildschirm, gleichzeitig entsteht eine Sprechverbindung in die Wohnung des Rufenden. Jetzt versucht die Zentrale mit dem Patienten zu sprechen, um Einzelheiten zum Notruf zu erfahren. Gelingt die Sprechverbindung, werden sofort die nötigen Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Kommt keine Antwort auf die Frage der Zentrale werden unverzüglich die in einer vorher festgelegten Reihenfolge Angehörige oder Nachbarn informiert. Diese können dann mit einem Zweitschlüssel die Wohnung betreten und nachsehen und dann mit der Zentrale Hilfsmaßnahmen die nötigen Hilfsschritte einleiten. Eine weitere Option ist, einen Schlüssel beim DRK zu deponieren. Allerdings ist dieser Schlüssel in Empelde, von dort wird ein DRK Mitarbeiter kommen und Helfen.

Seit kurzem gibt es auch einen mobilen Notruf für unterwegs. Das System ist ähnlich, aber Bundesweit wirksam. Nach Aktivierung des Notrufes erfolgt der Aufbau einer Sprechverbindung zur Zentrale. Diese wird zugleich per GPS-Ortung über den Standort des Hilfesuchenden informiert.

Es folgte eine ausführliche Diskussion zu diesem Thema. Kritisiert wurde die große Entfernung bis Empelde und damit der Zeitverlust für die Hilfe bei einem beim DRK deponierten Schlüssel.

Hinzuweisen ist noch, dass auch andere Hilfsorganisationen Notrufsysteme anbieten. Ein Preis- / Leistungsvergleich ist im Bedarfsfall angebracht.

 

Mitglieder des SoVD erhalten beim Notrufsystem der Johanniter 7% Rabatt. Ein Schlüssel für Notfälle wird hier im Übrigen der der Diakonie Burgdorf hinterlegt. In diesem Fall fährt bei einem Notruf ohne Sprechkontakt zum Patienten zuerst ein Mitarbeiter der Diakonie zum Patienten und klärt das weitere Vorgehen

Mitgliederversammlung März 2017

Die diesjährige Mitgliederversammlung des SoVD – Ortsverbandes Burgdorf fand im gut besuchten StadtHaus Burgdorf statt.

Zuerst begrüßte die 1. Vorsitzende Astrid Müller alle Anwesenden.

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Dez. 2016 Leben retten mit dem Defibrillator

Beim letzten Infonachmittag in diesem Jahr am 2.12.2015 hatte der SoVD Ortsverband Burgdorf den 2. Vorsitzenden des DRK Burgdorf, Dr. Dariusz Nowak, zu Gast. Nach einer kurzen Einführung über den Blutkreislauf des Menschen, Herzkrankheiten und Schlaganfällen erklärte er die Funktion eines Defibrillators. Diese Geräte findet man auch in vielen öffentlichen Gebäuden Burgdorfs und frei zugänglich am Spittaplatz.

Anhand des „Erste-Hilfe-Torsos“ demonstrierte Dr. Nowak, wie sich mit dem AED-Gerät (automatisch externer Defibrillator) beim Auftreten von Herzkammerflimmern Leben retten lassen:

1.    Gerät öffnen

2.    Oberkörper des Patienten freilegen und die beiden Elektroden wie auf der Zeichnung auf den Elektroden angegeben, aufkleben

3.    Gerät mit Einschalten (Ein- / Ausraste ist klar und groß gekennzeichnet)

4.    Sprachanweisung des Gerätes folgen, ggf. Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen

Die Bedienung des „Defi“ ist simpel, die Sprachführung durch das Gerät verhindert Fehler. Es braucht als niemand Angst vor Fehlern bei der Ersten Hilfe haben. Dr. Nowak betonte: „wer etwas unternimmt, macht alles richtig“, denn gerade bei einem Kreislaufstillstand sterben die ersten Gehirnzellen infolge Sauerstoffmangels bereits nach 4 Minuten irreparabel ab!

Mitgliederversammlung des SoVD - Ortsverband Burgdorf

Die diesjährige Mitgliederversammlung des SoVD – Ortsverbandes Burgdorf fand im gut besuchten StadtHaus Burgdorf statt.

Zuerst begrüßte die 1. Vorsitzende Astrid Müller alle Anwesenden. Nach dem die Tagesordnung ohne Gegenstimmen angenommen wurde, gedachte der 2. Vorsitzende Werner Naehrig der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder.

Die Grußworte sprachen u.a. der 3. Stellvertretende Bürgermeister Mirco Zschoch und der 1. Vorsitzende des SoVD-Kreisverbandes Burgdorf Klaus Wedemeier. Zschoch zeigte sich in seiner Rede überrascht, dass der Ortsverband Burgdorf über 2000 Mitglieder hat. Die Größe des SoVD Ortsverbandes Burgdorf war ihm bisher nicht bekannt.

Wedemeier hingegen berichtete zuerst über den historischen Verlauf des SoVD. Er dann einen Ausblick auf das Jahr 2017 in dem der SoVD  „100 Jahre“ besteht. Zunächst als Interessengemeinschaft für die im 1. Weltkrieg verwundeten Soldaten, deren Familien und der vielen Kriegswitwen und -waisen. Der Verband wandelte sich zu einem heute modernen Dienstleister. Der SoVD berät und bearbeitet für seine Mitglieder Anträge in den Bereichen Rente, Pflege, Behinderung, Hartz IV und Gesundheit. Auch vertritt er sie bei Behörden, vor den Sozialgerichten und gegenüber der Politik. Diese Anpassung an die heutige Zeit mit den veränderten Ansprüchen ist auch die Umbenennung in SoVD geschuldet. Der Landesverband Niedersachsen hat z. Zt. 275000 Mitglieder, also mehr als alle niedersächsische im Landtag vertretenen Parteien zusammen. Abschließend lud er die Anwesenden zur Kreisveranstaltung im Herbst ebenfalls ins StadtHaus ein. Hier wird dann auch eine Stellwand mit den Ereignissen der letzten 100 Jahre gezeigt.

Anschließend nahm die 1. Vorsitzende die Ehrung langjähriger Mitglieder, die aufgrund der gesondert zugestellten Einladung zur Mitgliederversammlung kamen, vor. Diese erhielten Urkunden,

Anstecknadeln/-broschen und ein Dankeschön-Geschenk. Der älteste Jubilar war Horst Schirrmeister, für 55-jährige Mitgliedschaft. Er trat seinerzeit dem Reichsbund, dem heutigen Sozialverband bei. Des Weiteren teilte sie mit, dass wegen der Vielzahl zu ehrender Mitglieder, insgesamt 130, die Urkunden für 10- und 25-jährige Mitgliedschaft über die Betreuer und Postversand erhalten werden.

Die Versammlung verzichtete auf das Verlesen des letzten Protokolls, so dass die 1. Vorsitzende Astrid Müller ihren Bericht über ihre Tätigkeiten im vergangenen Jahr abgab. Schwerpunkte waren dabei die Mitarbeit im Arbeitskreis „Barrierefreies Burgdorf“ mit der Lebenshilfe Peine-Burgdorf und dem Seniorenbeirat Burgdorf. Teilnahmen an Sitzungen der Stadt Burgdorf - Ausschuß für Soziales, Integration und Prävention, der Eröffnung der Wilhelmstraße nach dem behindertengerechten Umbau sowie an allen Veranstaltungen des Ortsverbandes. Auch folgte sie den Einladungen weiterer Institutionen und Verbände.

Anschließend berichtete der 2. Vorsitzende Naehrig über seine Arbeit. Unter anderem erinnerte er an das Versprechen des Bürgermeisters, die Zufahrtbeschilderung der Wilhelmstraße zu verbessern. So kann z. Z. das SoVD-Kreisbüro nur bis 12 Uhr angefahren werden. Hier meldete sich das Mitglied und der Ratsherr Hans-Dietrich Morich zu Wort. Er berichtete, dass in der vergangenen Woche die angemahnte Verbesserung vom Rat genehmigt wurde und diese nur noch von der Verwaltung / Bauamt umgesetzt werden müsse.

Krankheitsbedingt konnte die Ortsverbandsschatzmeisterin nicht an der Versammlung teilnehmen. Der Bericht wurde verlesen. Der Sprecher der Revisoren, Friedhelm Opitz gab seinen Bericht ab und es erfolgte die Entlastung des Vorstandes einstimmig.

Bernd Skoda vom SoVD Landesverband referierte zum Thema „Wohnungen behindertengerecht umbauen“ und wo bekomme ich Zuschüsse“. Dieses Thema kann man aber nicht pauschal besprechen. Er bot an, bei Bedarf individuell bei den Mitgliedern eine Beratung durchzuführen. Bei der Gelegenheit kann auch über die Höhe eventueller Zuschüsse und deren Beantragung gesprochen werden.

Zum Schluss der Versammlung gab die 1. Vorsitzende den anwesenden Mitgliedern noch eine Vorschau auf diverse in 2017 stattfindende Termine. Es sind die regelmäßigen Treffen zu unseren Infonachmittagen (1. Mittwoch im Monat) mit interessanten Themen und Referaten, dem Arbeitskreis Handarbeiten (jeden 2. Dienstag im Monat) sowie auf die Reisen unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“. Sie bedankte sich bei allen Teilnehmern an dieser Mitgliederversammlung und wünschte einen guten Heimweg.

Behindertengerechte Fahrt nach Frammersbach / Spessart

Unsere Reisen sollen der Vereinsamung im Alter entgegenwirken und den Zusammenhalt  stärken. Besonders bei mehrtägigen Fahrten achten wir auf Unterkunft in einem Hotel mit ausreichend behindertengerechten Zimmern und auf einen angemessenen günstigen Komplettpreis. Diese uns selbst gestellten Maxime haben wir auch auf der diesjährigen Mehrtagesfahrt nach Frammersbach im Spessart eingehalten.

Nachdem alle Mitfahrer an den unterschiedlichen Haltepunkt in Ehlershausen, Otze und Burgdorf abgeholt waren, ging es auf der Autobahn vorbei an Kassel und Fulda zu unserem Hotel in Frammersbach. Selbstverständlich wurden unterwegs Pausen gemacht. Am Hotel angekommen, wurden wir bereits von der Hoteliers Familie erwartet. Diese sorgte nach der Begrüßung, den Hinweisen zur Zimmerverteilung und auch für den Gepäcktransfer in die Zimmer sowie die kostenlose Hallenbad- und Saunanutzung. Anschließend blieb dann noch genügend Zeit für eine kurze Erkundung des Ortes vor dem Abendessen.

Der nächste Tag führte uns mit Reiseleitung durch den Spessart. Unter anderem sahen wir das aus den Filmen bekannte Spukschloss. Die Wallfahrtskirche Hessenthal mit der berühmten Beweinungsgruppe von Riemenschneider aus dem Jahr 1485 und weitere historische Schätze war ein weiteres Ziel. Anschließend ging es nach Aschaffenburg. Eine Stadtbesichtigung mit dem Schloss Johannisburg, der ehemaligen Zweitresidenz der Mainzer Kurfürsten und Erzbischöfe und der Altstadt waren weitere Höhepunkte.

Am dritten Tag besuchten wir Miltenberg. Die vor 1200 Jahren gegründete Stadt hat eine sehenswerte Altstadt und das berühmte „Schnatterloch“, heute ein Brunnen, an dem sich früher an Senke auf der Straße Wasser sammelte, Gänse anlockte, die dort laut schnatterten. Weiter folgte eine Schifffahrt auf dem Main, die einen anderen Blick auf Miltenberg und der Umgebung ermöglichte. Zum Abschluss erlebten wir noch Wertheim auf einem kurzen Altstadtrundgang. Nach dem Abendessen folgte noch ein musikalischer Abend im Hotel.

Am vierten Tag starteten wir vormittags zu einer Kutschfahrt durch den Spessartwald. Verteilt auf drei Kutschen ging es abseits der Straßen durch den Wald mit Abstecher nach Hessen weiter zu einer deftigen Brotzeit. Wieder zurück in Frammersbach blieb noch genügend Zeit um durch den Ort zu schlendern.

Am nächsten Tag hatte sich das bisher gute Wetter verschlechtert. Im Nieselregen fuhren wir durch Würzburg zum heutigen Ziel Rothenburg ob der Tauber. Hier hörte es auf zu nieseln, so dass die Stadtbesichtigung und die anschließende freie Zeit individuell bei trockenem Wetter genutzt werden konnte. Hier kann die Geschichte hautnah erlebet werden. Die  Altstadt mit ihren historischen Gebäuden ist von einer Stadtmauer umgeben, aufgelockert durch Stadttore und Türmen. In der Altstadt gab es einiges zu erkunden, jeder konnte dort seine eigenen Interessen nachgehen. Der Berggarten, das Puppen- und Spielzeugmuseum, das Reichsstadtmuseum und das mittelalterliche Kriminalmuseum mit einer Ausstellung alter Foltergeräte und dem angeschlossenen Rechtskundemuseum mit den uns merkwürdig erscheinenden Strafen und Erklärung einiger noch heute angewendeter Begriffe (jemanden einen Korb geben, Hutschnur…) sind einige Highlights in Rothenburg.

Am letzten Tag, dem Tag der Abreise machten wir auf dem Heimweg noch einen Abstecher nach Bad Kissingen. Auch hier konnten wir die Innenstadt besichtigen – allerdings ohne Führung. Dennoch bekamen wir einen guten Eindruck des Ortes. Nach der Abfahrt aus Bad Kissingen fuhren wir in den norddeutschen Dauerregen. Der Verkehrsfunk warnte uns vor Staus in Niedersachsen mit ca. 90 Minuten Wartezeiten. Unser Busfahrer Martin Maihöfer reagierte darauf mit einem spontanen Abstecher über Bad Karlshafen entlang der Weser bis Holzminden und dann weiter bis Burgdorf.

Alle Mitreisenden hatten erlebnisreiche und doch erholsame Tage in einem netten Kreis erlebt.

Infostand auf dem Selbsthilfetag und beim verkaufsoffenen Sonntag

Der Ortsverband nutzte die Gelegenheit sich auf dem Selbsthilfetag am 26.08.2017 auf dem Spittaplatz zu präsentieren. Am Selbsthilfetag informieren sich Selbsthilfegruppen aus Burgdorf und Umgebung über speziellen Krankheiten. Der Sozialverband Deutschland - SoVD kann zu den einzelnen Krankheitsbildern keinen Beitrag leisten. Hier sind die Selbsthilfegruppen kompetenter.

Der SoVD wird jedoch wichtig, weil er sich für die Rechte sozial benachteiligter Menschen einsetzt. Wenn es gilt spezielle Anträge bei Behinderung, bei der Beantragung von Hilfsmitteln bei Krankenkassen oder bei Rentenversicherung zu stellen - hier hilft der SoVD. Bei Ablehnung der Anträge geht der SoVD für seine Mitglieder sogar vor Gericht um die Ansprüche durchzusetzen. Für behinderte Menschen ab einem bestimmten Grad der Behinderung gibt es beim SoVD den „Euroschlüssel“ für Behindertentoiletten in Deutschland und dem benachbarten Ausland in den Kreisbüros zu kaufen.

Der SoVD berät und hilft in allen sozialen Fragen. Der Bedarf an über die Selbsthilfegruppen hinausgehender Beratung bzw. Hilfe ist vorhanden – zahlreiche Einzelgespräche am Stand haben dieses deutlich gezeigt. Darüber hinaus gab es viele Anfragen zur Patientenverfügung. Einige Gesprächspartner haben aus dem Internet Patientenverfügungen ausgedruckt und fragten, ob das ausreichend sei. Im Allgemeinen sind diese Patientenverfügungen nicht ausreichend, denn die Gesetzgebung verlangt eine stetige Anpassung. Im Internet ist oft nicht erkennbar, ob die neusten Gerichtsurteile eingearbeitet sind. Außerdem sind diese Verfügungen recht allgemein gehalten, jeder Mensch ist jedoch anders und die speziellen Wünsche können nicht in einem allgemeinen Vordruck ausreichend berücksichtigt werden. In der SoVD – Beratung sprechen Juristen mit den Betroffenen alle Einzelheiten durch und das Ergebnis ist eine „maßgeschneiderte“ Patientenverfügung.

Nicht ganz so speziell waren die Fragen am 03.09.2017 vor dem Kreisbüro des SoVD im Rahmen des offenen Tages des DRK in der Wilhelmstraße. Viele Besucher informierten sich neben der Arbeit des DRK auch auf den anderen ausstellenden Institutionen wie Polizei, THW, dem Nachbarschaftstreff der Ostland-Wohnungsbaugesellschaft und des SoVD. An unserem Infostand waren allgemeine Fragen zur Arbeit des SoVD zu beantworten.

Zu beiden Veranstaltungen spürten wir ein reges Interesse am SoVD. Trotz eines guten sozialen Netzes in Deutschland fallen immer noch zu viele Menschen durch die Maschen dieses Netzes. Daher ist und bleibt auch künftig die Arbeit des SoVD auf allen Verbandsebenen wichtig. Helfen Sie uns bei unserer Arbeit im Ortsverband Burgdorf!

Burgdorfs Polizeikommissar Jörg Windfuhr informiert

Am Infonachmittag im September war der Polizeikommissar und Kontaktbeamte der Stadt Burgdorf, Jörg Windfuhr, zu Gast beim SoVD. Nach seiner Vorstellung gab Hr. Windfuhr zuerst Tipps zu aktuellen Vorkommnissen.

U.a. informierte er über Betrugsmaschen, wie z. B. den Enkeltrick oder den Besuchern von den Stadtwerken. Neu und aktuell sind in diesen Tagen Ansprachen von Autofahrern auf Parkplätzen. Die Information „hinter Ihrem Auto liegt Geld“ veranlasst den Fahrer auszusteigen und nachzusehen. In dieser Zeit werden aus dem Auto Wertgegenstände gestohlen. Vorbeugung vor Taschendiebstählen oder Raub sind relativ einfach. Geldbörsen sollten immer in einer Innentasche der Kleidung aufbewahrt werden. Auch vor der Kasse im Supermarkt sollte niemals das Geld griffbereit in der Handtasche, im Korb oder auf den Rollator gelegt werden. Ein Griff und der Dieb hat seine Beute. Auch an der Kasse ist genügend Zeit um die Börse aus der Innentasche zu holen.

Zum Schutz gegen Einbruch in die eigene Wohnung hat die Polizei eine Abteilung technische Prävention in der Polizeidirektion Hannover eingerichtet. Nach dem Besuch einer Informationsveranstaltung kommt ein geschulter Polizeibeamter kostenlos ins Haus und überprüft gemeinsam mit Ihnen das Objekt und schlägt ggf. Verbesserungen vor. Termine für die Informationsveranstaltung gibt es im Polizeirevier Burgdorf oder unter der Telefonnummer 0511 109-1114.

Jetzt zum Beginn der dunklen Jahreszeit wies der Kontaktbeamte auf die Gefährdung der Fußgänger mit dunkler Kleidung hin. Helle Kleidung, Reflektoren oder reflektierende Applikationen an der Kleidung machen Fußgänger für die anderen Verkehrsteilnehmer sichtbarer und helfen Unfällen vorzubeugen.

Im Laufe des Infonachmittags wurden zahlreiche weitere Fragen gestellt, die Hr. Windfuhr alle beantwortete, so dass die vorgesehene Zeit erheblich überschritten wurde. Wir bedanken uns für den sehr informativen Nachmittag bei ihm!

Feuerwehr Burgdorf berät über Brandgefahren - Fortsetzung

Beim Infonachmittag im Oktober war der Sprecher der Feuerwehr Christian July zu Gast. In einem kurzweiligen Vortrag informierte er über Aufgaben der Feuerwehr und stellte dann einen Bezug zu vorbeugende Maßnahmen her.

Er begann den Vortrag mit der Frage „Kennen Sie Ihren Nachbarn?“. Viele Einsätze beginnen mit dem Auftrag hilflose Person hinter verschlossenen Tür. In diesen Fällen ist die Feuerwehr bemüht, möglichst minimale Schäden beim Türöffnen zu verursachen. Oftmals gelingt der Einstig in die Wohnung über ein gekipptes Fenster. Da hier aber schnell gehandelt werden muss, ist im Extremfall aber eine defekte Eingangstür nicht zu vermeiden. Die Frage nach dem Nachbarn soll zum Nachdenken anregen. Kann in geeigneter Form dort ein Schlüssel zur Wohnung deponiert werden? Hat jemand aus Ihrem Kreis der Bekannten oder Verwandten in der Nähe einen Schlüssel – dann sagen Sie Ihrem Nachbarn wer die Person ist. So können im Notfall Verzögerungen bei der Hilfeleistung und Schäden vermieden werden.

2 bis 3 Atemzüge reichen zur Bewusstlosigkeit aus, wenn Rauchgase von nur 100 g verbrannter synthetischer Sofakissenfüllung eingeatmet werden! Bei schlafenden Personen ist der Geruchssinn „ausgeschaltet“ – Brandgeruch wird dann nicht mehr wahrgenommen. Deshalb ist es wichtig, Rauchmelder zu installieren. Beim Kauf dieser Geräte ist auf vernünftige Qualität zu achten. Die Lebensdauer der Batterie sollte 10 Jahre betragen. Die Erfahrung zeigt leider, dass viele Fehlalarme von Billiggeräten verursacht werden, die auch auf andere Reize außer Rauch ansprechen oder sehr schnell die Batterie entleeren. Für gehörlose Menschen bietet die Industrie inzwischen auch Geräte mit Blitzlicht an. Hier kann u.U. ein Zuschuss beantragt werden. Hilfestellung bei der Beantragung des Zuschusses gibt auch der SoVD.

Was ist bei einem Alarm zu tun? Informieren Sie umgehend über Notruf 112 die Feuerwehr – auch wenn der Alarm aus der Nachbarwohnung kommt. Je nach Lage vor Ort informieren Sie anschließend die Nachbarn und verlassen das Gebäude. Sollte das Treppenhaus bereits verqualmt sein, lassen Sie die Türen verschlossen und legen ein feuchtes Handtuch unten vor die Tür. Dann begeben Sie sich auf den Balkon oder gut sichtbar ans Fenster. Die Feuerwehr entscheidet dann das weitere Vorgehen.

Weitere Gefahrenquellen sind brennende Kerzen. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit und später in der Vorweihnachtszeit entstehen durch unbeaufsichtigte Kerzen häufig Brände. Überlegen Sie bitte, ob es nicht auch elektrische Kerzen oder Teelichter (gibt es auch als Flackerkerzen) hier eine bessere Alternative sind.

Mehrfach Tischsteckdosen sind nur für eine bestimmte Leistung ausgelegt. Diese Geräte sollten das VDE-Zeichen haben. Dann steht auch die maximal zulässige Anschlussleistung oft auf der Rückseite eingeprägt auf der Tischsteckdose genannt. Addieren Sie die Leistungen der einzelnen eingesteckten Geräte – hier gibt es häufig unangenehme Überraschungen! Diese Mehrfachstecker nicht hintereinander koppeln. Eine Überlastung führt zu thermischen Belastungen der Kontakte und der Zuleitung. Das führt dann erst zum Verschmoren und dann zu Bränden.

Herr July beendete seine Ausführungen mit den Hinweis, stets ein Augenmerk auf Brandgefahren zu haben. Alte Zeitungen auf dem Herd können brennen, wenn z.B. ein Kind am Schalter spielt. Zum Schluss noch sein Merksatz: „Wir machen Hausbesuche, aber für alle ist es besser, wenn wir Zuhause unseren Hobbys nachgehen können.“

Alkohol ist Thema beim SoVD – Infotag im November

Fünf Mitglieder der Selbsthilfegruppe des Blauen Kreuzes informierten im November über die Suchtgefahr im Umgang mit Alkohol und deren Auswirkung auf Betroffene und Angehörige.

Drei ehemalige Alkoholiker berichteten, wie sie in die Abhängigkeit gerutscht sind, die Befreiung aus der Sucht und das Leben heute. Der Einstieg in die Sucht ist schleichend. Hemmungen bei Jugendlichen, die erst mit „einigen Bieren“ überwunden wird, ständige Ermunterung bei Feiern zum Trinken (sei kein Frosch, trink einen mit uns), Alkohol beim Essen und später am Arbeitsplatz oder dem Sportplatz, dann das Feierabendbier sind oft der unbemerkte Einstieg in die Sucht. Plötzliches Alleinleben durch Trennung oder Tod des Partners mit Trinken aus Einsamkeit bergen auch Gefahren. Auf Nachfrage einer Zuhörerin nach Medikamentenmissbrauch konnten unsere Gäste keine kompetente Antwort geben. Der Einstieg ist aber sicherlich ebenso schleichend wie beim Alkohol, wenn nach und nach die Dosis erhöht werden muss um Wirkung zu zeigen.

Eine Abhängigkeit liegt vor, wenn der betroffene zum Alkohol greifen muss. Unruhe vor dem Trinken oder nächtliches Aufwachen zum Trinken sind einige Indizien. Ratschläge oder Ermahnungen z. B. von Familienangehörigen (trink doch nicht so viel Alkohol…) werden ignoriert oder sorgfältig verborgen. In diesem Fall sind keine herumstehende Flaschen zu sehen, Alkohol wird heimlich beschafft – häufig in Verbindung mit anderen wichtigen Einkäufen.

In dieser Situation leidet dann die ganze Familie. Der Alkoholiker behauptet zu jeder Zeit aufhören zu können, aber genau das kann er nicht. Die Familie leidet, oft kommt dann auch noch Geldmangel durch Kosten des hohen Alkoholbedarfs hinzu. Probleme am Arbeitsplatz kommen hinzu.

Kommt der Alkoholiker in eine Entzugsklinik hört man oft Sätze wie „ich weiß nicht warum ich hier bin, mein Chef / Frau hat mich gezwungen“ oder „ich habe kein Alkoholproblem, ich bin nur hier weil…“. Nach den Erfahrungen des Blauen Kreuzes ist einem Alkoholiker in diesem Stadium kaum nachhaltig zu helfen. Ein hoher Prozentsatz dieser Gruppe wird nach der Entgiftung schnell Rückfällig, weil sie ihr Trinkverhalten nicht ändern. Hilfe kann nur gelingen, wenn der Alkoholkranke seine Sucht erkennt, einen „Schalter im Kopf“ umlegt und aktiv bereit ist sich helfen zu lassen. Dieser Weg ist schwer, die Selbsthilfegruppe kennt auftretende Probleme aus eigenem Erleben. Deshalb kann sie helfen, im Gruppen oder Einzelgesprächen aufgrund dieser selbst gemachten Erfahrung Tipps und Hilfestellung geben. Auch betroffene Familienangehörige sind in der Gruppe willkommen. Ihre Erfahrung mit Alkoholikern können die entgifteten Kranken aufrütteln und zum Nachdenken anregen. Außerdem finden die betroffenen Familienangehörigen auch Hilfe und Trost untereinander.

Das Leben nach dem Entzug ist schwer. Außenstehende dürfen ehemaligen Alkoholikern keinen Alkohol – auch keinen versteckten wie in Speisen – anbieten. Deshalb ist ein outen der Betroffenen zum eigenen Schutz wichtig. Ob und wie die betroffenen selbst mit dem Alkohol umgehen, entscheidet jeder selber. Ein Mitglied des Blauen Kreuzes berichtete, dass er zur Weihnachtszeit z. B. bei einer Kirchenveranstaltung Glühwein ausschenkt. Der Alkoholduft stört ihm nicht – aber probieren wird er nicht. Eine weitere Betroffene sagte, zu Ostern backt sie einen Kuchen mit Eierlikör, den sie auch isst – ohne Probleme. Sonst ist allerdings Alkohol strikt tabu.

Wer weiteren Beratungsbedarf hat, kann sich gerne beim Blauen Kreuz informieren – auch anonym. Die Gruppe Burgdorf trifft sich jeden Freitag (auch an Feiertagen!) um 19:30 Uhr n den Räumen der Landeskirchlichen Gemeinschaft, Heinrichstr. 12, Burgdorf (gegenüber der AOK). Näheres auch unter dem Link http://www.bkd-burgdorf.de/. Wir bedanken uns bei den 5 Gästen des Blauen Kreuzes für ihre offenen und auch persönlichen Vorträge. Außenstehenden ist das Leid, das Alkoholsucht auslöst nicht bewusst – daher nochmal Danke für die Gestaltung dieses Infonachmittags.




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